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Berlin Marathon 2013

ArmbandBerlinMarathonDer Berlin Marathon war dieses Jahr ein wenig überschattet vom Bombenanschlag in Boston. Aus diesem Grund wurden die Sicherheitsvorschriften verschärft. Alles fing damit an, dass bei der Startnummernausgabe der Ausweis vorgezeigt werden musste. Nach Entgegennahme der Startnummer verließ man augenblicklich den Bereich. Beim Verlassen bekam man von Helfern ein Armband verpasst, dass aber in der Folge nicht mehr kontrolliert worden ist. Jedenfalls war es wasserfest, so dass ich vor dem Lauf am nächsten Morgen noch duschen konnte und mich so wieder auf mein eigentliches Ziel, der Teilnahme an dieser vierzigsten Ausgabe dieses Laufs durch die deutsche Hauptstadt, konzentrieren konnte.

BerlinMarathon2013

© 2013 PHOTORUN/SCC EVENTS

Diesmal peilte ich die Drei-Stunden-Marke an. In Startblock D fieberte ich bei niedrigen Temperaturen mit 34.377 Gleichgesinnten dem Startschuss des vierzigsten Berlin Marathons entgegen. Musste ja kein schlechtes Vorzeichen sein, da es auch schon in München letztes Jahr recht kalt gewesen war.

Nach anfänglichem Gestolper hoffte ich, die verlorenen Sekunden wieder aufzuholen. Aber diesmal musste ich bis zum Ziel aufpassen, dass ich niemanden in die Hacken trat und dass ich in einer engen Kurve nicht zu weit ins Kurveninnere gedrängt wurde und so auf eventuelle Bordsteine aufpassen musste.

Trotzdem war ich nach dem ersten Kilometer wieder im geplanten Zeitfenster. Das lief auch so bis zur Halbmarathonmarke. Danach merkte ich, dass es diesmal wohl ein eher hartes Rennen werden wird. Ich wurde am Kilometer langsamer als geplant und verlor Kilometer für Kilometer wichtige Sekunden. Dann gesellten sich zum ersten Mal in meiner kurzen Marathonhistorie Krämpfe dazu und aus Sekunden wurden Minuten. Das war wohl der wenigen Flüssigkeitszufuhr während des Rennens geschuldet. Ich kam einfach nicht mit den Abständen der Verpflegungsstationen zurecht. Diese gab es wohl alle drei Kilometer. So musste ich dann auch zwei Kilometer mit zähflüssigem Gel im Mund durch die Gegend laufen.

MichaelBerlinMarathon2013

© 2013 Event Photography Group, Inc.

Da ich so die Gels nicht ausreichend zu mir nehmen konnte gesellte sich zu den Krämpfen noch ein Hungerast. Unter dem Strich also die reinste Quälerei von Kilometer 25 bis zum Schluss. So ein Marathon ist wohl wie das Leben: Es gibt Höhen und Tiefen und hoffentlich wächst man ein den Erfahrungen, die man macht.

So blieb ich aber dann doch noch unter 03:10:00 und erreichte nach 03:08:22 das Ziel und landete damit auf den 2326. Platz (395. Platz der M45). Ein schwacher Trost ist, dass die Zeit nur knapp 4% zu meiner Bestzeit abweicht und das wohl der Tagesform angelastet werden kann.

Also: Nächstes Mal studiere ich vorher den Streckenplan ein wenig intensiver. Ja: Es wird nun ein nächstes Mal geben, obwohl ich eigentlich meinen Fokus komplett auf Bergläufe verlegen wollte. So peile ich den nächsten und hoffentlich letzten Marathon im Herbst nächsten Jahres an und laufe im Frühjahr und Sommer die herbeigesehnten Bergläufe.

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