Endlos steinig

Meine letzten Jahre waren von ständigem Neuanfang geprägt. Ich kam mir vor, wie so eine arme verfluchte Seele, die ständig einen Fels den Berg hochrollen muss und kurz bevor dieser Kauz dann den Gipfel erreichen würde, dieser verdammte Stein wieder ins Tal rollt: Alles auf Anfang.

Ein paar Rippenbrüche, Lungenentzündungen, Sehnenentzündungen und Kilos auf den Hüfen später ist es nun wieder so weit – blöder Felsen: Nicht nur ich sondern auch die mir gestellte Aufgabe mit dem Felsen wird jedes Jahr schwerer und zur Tortur.

Da hilft kein Jammern: Alles auf neu und nun wird sich gequält; das muss weh tun, als wenn – sagen wir mal, um erneut ein Bild zu bemühen – zwei Geier einem bei lebendigem Leib Stücke von der eigenen Leber und dem eigenem Herzen zupft. Aber das ist eine andere Geschichte …

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