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Jan 12

Unmenschlich, unpersönlich und erschreckend…

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© 2016 Accenture

Ein Lob tut ja bekanntlicher Weise gut. Die Weihnachtszeit stand vor der Tür und auch ich genoß diese besinnliche Zeit, um eine zweiwöchige Laufpause einzulegen. Für mich ging ein aufregendes Jahr zu Ende.

So sah es auch mein ehemaliger Arbeitgeber. Er bedankte sich bei mir für die tägliche Arbeit und meinem Betrag zum Erfolg. Damit nicht genug: Auch im neuen Jahr zählt diese Firma auf mich und hofft, dass ich – wie üblich – Bestleistungen einbringe. Sie sind sehr zufrieden mit meiner Arbeit und freuen sich auf die Zusammenarbeit mit mir. Die Unterschriften der Führungselite dieser Firma wurden gleich mit auf dieses Schreiben gedruckt; das sollte wohl mit Nachdruck unterstreichen: Meine Begeisterung ist der Pfeiler des Erfolgs.

img_0758.jpegAus diesem Grund bekam ich ein kleines Weihnachtsgeschenk, um auch einmal wieder ein paar Stunden mit meinem Wunschpartner verbringen zu können: zwei Kinogutscheine. Der Haken an diesem Schreiben und an dieser sicherlich wohl gemeinten Aktion: Ich arbeite seit Dezember 2014 nicht mehr für diese Firma. Ich habe weder in 2015 zum Erfolg beigetragen, noch werde ich mich in 2016 einbringen. Ich hatte damals das Weite gesucht, da diese Firma einfach zu unpersönlich und zu unmenschlich agierte.

Dieses Schreiben kam zu Weihnachten und zeigte mir nur zu sehr, dass es damals eine richtige Entscheidung gewesen ist. Wie armselig sind solche Aktionen und wie schade ist dies auch für die aktuelle Belegschaft, wenn sich die Führung in keinster Weise für den Einzelnen interessiert; die Mitarbeiter und meine ehemaligen Kollegen haben mein aufrichtiges Mitgefühl. Aber man kann schon leicht den Überblick verlieren, wenn nach zwei Jahren meiner Tätigkeit schon über eine Drittel der weltweiten Mitarbeiter nach mir in die Firma eingestiegen waren.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf das nächste Weihnachtsgeschenk.

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